Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

"Schrank der Schriften" in der Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen zu Halle 
Rechte: Franckesche Stiftungen Halle

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Seminar Christlicher Orient und Byzanz
Orientalisches Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Telefon: 0345 5524076
Telefax: 0345 5529924076

Raum 3.12
Mühlweg 15
06114 Halle (Saale)

Mo: 08:30 - 12:00; 13:00 - 14:00
Mi: 08:30 - 12:00; 13:00 - 14:00
Do: 08:30 - 12:00; 13:00 - 14:00
Fr: 08:30 - 12:00 (2-wöchentlich)

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Seminar Christlicher Orient und Byzanz

Orientalisches Institut im Mühlweg 15

Orientalisches Institut im Mühlweg 15

Orientalisches Institut im Mühlweg 15

Wir beschäftigen uns an der MLU in Halle mit dem Studium und der Vermittlung von Wissen zu den vielfältigen Formen und Erfahrungen des Lebens, Denkens und Handelns der Christen im und aus dem Orient.

Der zeitliche Rahmen unserer Forschungen erstreckt sich von den Anfängen des Christentums im jüdischen und hellenistischen Palästina zur Zeit Jesu über das Byzantinische Reich und das Osmanische Reich bis in die Gegenwart.

Geographisch konzentriert sich unser Seminar auf den Nahen Osten und sein weiteres Umfeld, von Nordoastafrika bis in den Kaukasus und von Südosteuropa bis nach Indien und China. Als globaler Faktor ist das orientalische Christentum schon lange und aktuell besonders zunehmend auch im Leben Deutschlands, Europas, Amerikas und bis nach Ostasien und Australien hin von gesellschaftlicher und politischer Relevanz. Auch dem tragen wir in unserer Arbeit Rechnung.

Methodisch besonders wichtig für unsere Arbeiten sind Offenheit und Interdisziplinarität, philologische Exaktheit, historische Rekonstruktion und ein vergleichendes Herangehen an Forschungsquellen. Wir arbeiten mit einer Vielzahl von Quellentypen, unter denen materielle Quellen und besonders Textquellen in einer großen Anzahl christlich-orientalischer Kernsprachen (Syrisch, Aramäisch, Armenisch, Georgisch, Koptisch, Äthiopisch/Ge'ez und Nubisch) und Referenzsprachen (besonders Griechisch, Arabisch und Hebräisch) zu betonen sind.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte (in Auswahl) am Seminar liegen in der Identifizierung, Erschließung, Analyse und Publikation zentraler sowie bislang vernachlässigter Quellen, besonders im textlichen Bereich durch die Erschließung und Publikation originalsprachlicher Quellen mit Übersetzungen und Kommentar; in der Erschließung des politischen und historischen Verhältnisses zwischen kanonischen Heiligen Schriften und einem noch bis in die Gegenwart weiterwachsenden Korpus apokrypher und hagiographischer Quellen; in der Untersuchung der Beziehungen des orientalischen Christentums zu seinen abrahamitischen Schwesterreligionen, mit besonderer Betonung der formativen Interaktionen in der Frühzeit des Islams und der polemisch-kompetitiven Dimensionen in Auseinandersetzungen zwischen Juden, Christen und Muslimen; in der Erforschung von Diversität und Intersektionalität im orientalischen Raum als Erkenntniszugang zum christlichen Bild von Mensch, Welt und Gesellschaft oder Germeinschaft; sowie in der Untersuchung der Herausforderung sowie der Entwicklung der Chancen, die die digitalen Geisteswissenschaften ("Digital Humanities") für ein "Kleines Fach" wie die Wissenschaft vom Christlichen Orient bieten können.


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